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Rückblick 2009:
Streifzug durch Europas Kulturen

Teilnehmer aus neun Ländern zu Gast beim 21. Internationalen Lions Jugendforum in Bautzen

Beim Sommerseminar „Jugendforum“, das vom Hilfswerk der Deutschen Lions (HDL) organisiert wird, lernen sich Jugendliche aus verschiedenen Nationen Europas kennen und erleben die Vielfalt der einzelnen Kulturen. Drei Wochen lang erkunden sie Deutschland und erfahren bei Vorträgen und Exkursionen Wissenswertes über die deutsche Gesellschaft und Geschichte. In Workshops und Projekten erarbeiten und diskutieren die Teilnehmer im Alter von 18 bis 24 verschiedene gesellschaftliche Themen.

Ausgerichtet wird das Forum in wechselnden Regionen Deutschlands. 2009 fand es bereits zum zweiten Mal in Bautzen statt. „Wir haben hier gute Erfahrungen gemacht. Auch deswegen wollten wir das Sommerseminar noch einmal in Bautzen ausrichten“, erklärt Alexander Rist, Vorstand für Jugend beim HDL und Organisator des Forums. So machte eine bunte Truppe Jugendlicher Bautzen und Umgebung unsicher. Auf dem Programm standen unter anderem Besuche beim Gericht und beim Landratsamt, die Staatliche Studienakademie Bautzen, das Bergbaumuseum in Knappenrode und ein Ausflug nach Dresden. „Besonders die Oper dort fand ich sehr schön“, sagt Merilyn Meho aus Estland begeistert.

Die eigene Kultur vermitteln

Beim Besuch im Haus der Sorben lernten die Teilnehmer viel Neues über die slawische Minderheit in Deutschland. „Nachdem wir erfahren haben, dass den Sorben die Kultur so wichtig ist, haben wir verstanden, dass auch wir unsere eigene Kultur pflegen müssen. Deshalb versucht jeder von uns sein Bestes zu geben, um seine Kultur in gutem Licht zu zeigen“, sagt Julia Kosturek aus Polen. Fast jeden Abend stellten sich die Jugendlichen ihre Heimatländer vor. So erfuhren sie interessante Besonderheiten aus den verschiedenen Ländern und lernten Gemeinsamkeiten und Unterschiede kennen. Einigen Jugendlichen gelang es, das eigene Land durch Tanz- und Musikeinlagen oder durch kulinarische Spezialitäten besonders schmackhaft zu machen. Auch in die deutsche Geschichte erhielten die Teilnehmer Einblicke. Durch die vielfältige Mischung des Programms mit Exkursionen, Projektarbeit und Diskussionen hat das Forum durchaus akademischen Charakter. „Deshalb ist es wichtig, dass die Jugendlichen gute Deutschkenntnisse mitbringen“, betont Rist.

Neue Freundschaften geknüpft

Interessiert zeigten sich die jungen Leute auch an den Lions. Alexander Rist machte sie mit der Organisation und ihren Activities vertraut. Am Ende sind sich die Teilnehmer des Forums einig: „Wir hatten eine schöne Zeit und viel Spaß.“ „Die Leute sind alle sehr nett hier. Wir haben uns nur mit dem frühen Aufstehen und der deutschen Pünktlichkeit schwer getan“, sagt Ana Cardoso aus Portugal. Die drei Wochen in Deutschland sind viel zu schnell vergangen: „Mir hat es hier sehr gut gefallen. Am liebsten würde ich den ganzen Sommer bleiben“, berichtet Jessika Hellström aus Schweden. Von den neu gewonnen Freunden wieder Abschied zu nehmen, fiel den Teilnehmern deshalb schwer. Doch Alexander Rist weiß aus Erfahrung: In den letzten Jahren haben viele Jugendliche hier sehr enge Freundschaften geknüpft. Einige treffen sich heute noch.“ Sogar ein Leo Club wurde schon im Anschluss an ein Forum gegründet.